Aktuelles aus der Berufsschulstufe
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It’s tea time – die Queen zu Gast im Klassenzimmer

Mehrfachbehinderte Jugendliche in der Paulinenpflege Winnenden lernen Englisch


Björn, Yaprak, Domenico, Kamer, Alexander, Kevin und Daniela begrüßen sich seit ein paar Wochen zu Schulbeginn nicht mehr mit „Hallo“ oder „Guten Morgen“, sondern mit „good morning – how are you?“. Die mehrfach behinderten Schülerinnen und Schüler der Berufsschulstufe in der Paulinenpflege Winnenden e.V. sind mächtig stolz, dass sie am Projektunterricht „Englisch“ teilnehmen konnten.

Die Berufsschulstufe ist ein mindestens 3-jähriger Bildungsgang mit einem Unterricht, der grundsätzlich projektorientiert ist. Die Lehrerinnen und Lehrer der Berufsschulstufe müssen die Jugendlichen, die im Lauf ihrer Schulkarriere viele Inhalte schon sehr oft gehört und gelernt haben, immer wieder neu motivieren und somit bei der Gestaltung des Unterrichts sehr kreativ und innovativ sein. Dies ist nicht immer einfach, da die Schüler nicht nur hör- oder sprachbehindert, sondern teilweise auch geistig, körper- oder lernbehindert sind. Ebenso werden Jugendliche mit Autismus in der Berufsschulstufe gefördert. „Allen unseren Schülern gerecht zu werden, ist unsere tägliche Herausforderung. Oft ist es schwierig, den gemeinsamen Nenner im Unterricht zu finden, der alle anspricht und interessiert. Im Fall des Englisch-Projektunterrichts ist das sehr gut gelungen“, erzählt Eva Rustemeier, Abteilungsleiterin der Berufsschulstufe.

Die erste Einheit des etwas anderen Englisch-Unterrichts begann mit dem Zubereiten von „English Breakfast“ – auf dem typisch englischen Speiseplan standen u.a. Sausages (Würstchen), Bacon (Schweinespeck), Mushrooms (Pilze) und Baked Beans (gebackene Bohnen). Hier wurden nicht nur Frühstücks-Vokabeln gelernt, sondern auch die ersten Kommunikationsversuche unternommen. So gab es eine Runde, bei der sich jeder Schüler auf Englisch vorstellen durfte. In den nächsten Wochen stand auch Landeskunde auf dem Programm: Welche Sehenswürdigkeiten hat London? Der „Big Ben“ führte die Schüler dann zum Erlernen der Uhrzeit und der Zahlen bis zwölf auf Englisch. Lehrerin Martina Fuhrich-Trostel, die das Englisch-Projekt initiiert und durchgeführt hat, ist vom Lerneifer ihrer Schüler begeistert: „Es ist unglaublich, wie schnell unsere Jugendlichen die Uhrzeit auf Englisch begriffen haben. Viele können diese nicht einmal in ihrer Muttersprache.“

Ein weiterer Höhepunkt war der Vormittag „We visit the Queen“. Hier wurde nicht nur eine echte englische „Teatime“ mit feinem Teeservice, Scones und gutem Benehmen vorbereitet – an diesem Vormittag saß die Queen höchstpersönlich im Klassenzimmer. Queen Elisabeth II. wurde per Beamer ans Kopfende der Tee-Tafel „gesetzt“. Martina Fuhrich-Trostel ist beeindruckt vom Engagement der Projektteilnehmer: „Unsere Schüler haben erstaunlich lange das am Hof übliche gute Benehmen durchgehalten. Natürlich kamen auch Fragen nach dem Schicksal von Diana auf und ob Harry verheiratet ist, dadurch wurden ganz neue Vokabeln erfragt, die ich eigentlich gar nicht vorgesehen hatte“. Aber nicht nur virtuell war ein echter englischer VIP dabei, von Anfang an gehörte auch FSJ-Praktikantin Julia Munz zum Projekt-Team. Diese war mehrere Jahre in England in der Schule und nicht nur ihre Schul-Uniform überzeugte die Schüler, dass es sich hier um eine Fast-Engländerin handelte. Durch die Praktikantin konnte noch mehr das Gefühl für die andere Kultur, den Slang und den Lebensstil vermittelt werden.

Obwohl die Hörschädigung der Schüler die Aufnahme von Sprache enorm erschwert, war davon beim Projekt-Unterricht wenig zu merken. Auch die oft schwierige Artikulation wurde von vielen Schülern fleißig geübt.

Die hohe Motivation führt Abteilungsleiterin Eva Rustemeier auf die Umsetzung des Projekts zurück: „Der Englisch-Projektunterricht war didaktisch sehr geschickt aufgebaut. Vom Big Ben auf die Uhrzeit oder durch die Königsfamilie auf die eigene Familie zu kommen, hat die Schüler richtig mitgerissen. Damit wurden Landeskunde, Kultur und Allgemeinbildung mit dem Erlernen einer Sprache gekoppelt. Ein weiterer Vorteil ist es auch, dass es für unsere Jugendlichen einen hohen Wert hat, englisch sprechen zu können. Erstaunt waren die Schüler auch, wie viele englische Begriffe sie bereits in ihrer Sprache verwenden, ohne es zu wissen.“
So haben die Schüler schnell erkannt, dass sie auf viele englische Vokabeln treffen und begreifen, was „Big Brother“ bedeutet und dass „Jeans“ und „T-Shirt“ ebenfalls aus dem englischen Sprachraum stammen.

Abteilungsleiterin Eva Rustemeier freut sich aber nicht nur über das Lernergebnis ihrer Schüler: „Das Projekt hat das Selbstvertrauen unserer Jugendlichen gestärkt. Zudem wurde das Interesse geweckt, Bildungsangebote freiwillig und nicht aus Zwang wahrzunehmen oder sogar einzufordern. Das ist eines der Ziele in der Berufsschulstufen-Zeit, die aufs Erwachsensein vorbereiten soll“.

Nach fünf Vormittagen war leider Schluss und eigentlich sollte die fünfte Einheit ein lockerer Ausklang mit Wiederholung der bisher gelernten Vokabeln und dem Brettspiel „Scotland Yard“ werden. Dieser Vorschlag wurde von den Schülern allerdings abgelehnt. „Wir wollen noch mehr Vokabeln lernen!“, lautete die Forderung der Projektteilnehmer. Ein besseres Zeugnis kann man einer Lehrkraft sicher nicht ausstellen und so beugte sich Lehrerin Fuhrich-Trostel gerne dem Wunsch der Jugendlichen.

Matthias Knödler für die Zeitschrift "hörgeschädigte kinder - erwachsene hörgeschädigte" - www.deutsche-gesellschaft.de

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Projekte

Mittwochs werden unsere Klassen in Projektgruppen aufgelöst.
Als Projekte werden z.B. angeboten:

  • Garten-/Apfelprojekt
    ... wir ernten Äpfel und verarbeiten sie und machen unser Stückle winterfest.
  • Autopflege
    ... wir bringen den Fuhrpark wieder auf Vordermann.
  • Pferdepflege
    ... wir lernen und üben den Umgang mit einem Pferd, ausmisten, striegeln und wir schauen beim Hufschmied zu.
  • Museumsprojekt
    ... wir besuchen verschiedenartige Museen, lernen Verhaltensregeln, informieren uns, lernen mit öff. Verkehrsmitteln zu fahren.
  • Spielhaus-Projekt
    ... wir bauen in Teamarbeit ein Gartenspielhaus auf.
  • Projekt Apfelernte 01
  • Projekt Apfelernte 02
  • Projekt Autopflege 01
  • Projekt Autopflege 02
  • Projekt Autopflege 03
  • Projekt Museum 01
  • Projekt Museum 02
  • Projekt Museum 03
  • Projekt Museum 04
  • Projekt Museum 05
  • Projekt Museum 06
  • Projekt Pferde 01
  • Projekt Pferde 02
  • Projekt Pferde 03
  • Projekt Pferde 04
  • Projekt Spielhaus 1
  • Projekt Spielhaus 2
 
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Außenpraktikum

  • Kamer macht ein Langzeitpraktikum bei der Firma DLP (Dienstleistungspartner) Waiblingen. Er ist bei der Reinigung einer Berufsschule eingesetzt.
  • Yakrak war über Wochen Donnerstags in einer Änderungsschneiderei und hat viel dabei gelernt:
    z.B. 8 Std. arbeiten ohne Gebärdenkommunikation, …
  • Dienstleistungsfirma 1
  • Dienstleistungsfirma 2
  • Dienstleistungsfirma 3
  • Praktikum In Der Naeherei
 
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Bald ist wieder Jahresfest

Unsere Produktpalette ist breit gestreut. Wir verkaufen, was übers Jahr in den Werkgruppen produziert wird. Z.B. Obstkisten, Kindermöbel, Vogelbrutkästen, Futterhäuschen, Lavendelsäckchen, Einkaufstaschen, Schmuck, Tonstehlen und Tonwaren, Windspiel Vogelscheuche, Holz-Deko-Artikel und vieles mehr…

  • Jahresfest 2009 1
  • Jahresfest 2009 2
 
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Vernissage 19. Mai 2010

Björn Heim stellt seine Werke im Verwaltungsgebäude Heinrich-Bässler-Haus aus. Es findet eine Vernissage mit geladenen Gästen statt, danach ein Rundgang bei dem Björn seine Werke erklärt.

  • Bjoern Heim Vernissage 01
  • Bjoern Heim Vernissage 02
  • Bjoern Heim Vernissage 03
  • Bjoern Heim Vernissage 04
  • Bjoern Heim Vernissage 05
  • Bjoern Heim Vernissage 06
  • Bjoern Heim Vernissage 07
  • Bjoern Heim Vernissage 08
  • Bjoern Heim Vernissage 09
 
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Ausflug zur Experimenta nach Heilbronn


... fand in Februar 2010 statt. Bei eisigem Wetter fuhren wir morgens mit dem Zug los. Die Experimenta macht Naturwissenschaften und Technik begreif- und erlebbar. Wir konnten viel entdecken, erleben, erkennen und vor allem ausprobieren.

  • Ausflug Experimenta Heilbron 2010 01
  • Ausflug Experimenta Heilbron 2010 02
  • Ausflug Experimenta Heilbron 2010 03
  • Ausflug Experimenta Heilbron 2010 04
 
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Besuch der Lindenparkschule in Heilbronn

Besuch der Lindenparkschule in Heilbronn... aus der viele unserer Schüler kommen.
Die Wiedersehensfreude war groß.

 

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Schullandheim Oberotterbach 2009

Wandern, Burgbesichtigungen, Selber kochen und grillen, Wildpark uvm.

  • Eisdiele Dahn 2009
  • Gruppenfoto 2009 Oberotterbach
  • Schullandheim 2009 2
  • Schullandheim 2009 Gruppenbild Im Tierpark
  • Trifels Schullandheim 2009
 

Werkstufe heißt jetzt Berufsschulstufe

Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 trat in Baden-Württemberg ein neuer Bildungsplan G (für die Sonderschulen für Geistigbehinderte) in Kraft. Wesentliche Neuerung ist ein verändertes Verständnis von Behinderung im Sinne eines wechselseitigen Zusammenspiels zwischen Beeinträchtigung von Körperfunktionen und gesellschaftlich bedingten Hindernissen, das letztlich die individuelle Behinderung einer Person ausmacht. Die Teilhabe am „normalen“ beruflichen sozialen Leben soll so groß wie möglich sein, deshalb wurde der Bildungsplan deutlicher an das Regelschulsystem angelehnt.

Ein Bestandteil des neuen Bildungsplans ist die Namensänderung der Bildungszüge. Was seither Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe und Werkstufe war, heißt nun Grundstufe, Hauptstufe und Berufsschulstufe. Auf dem Foto präsentieren Schülervertreter/innen in Begleitung der Abteilungsleiterin Eva Rustemeier stolz ihr neues „Firmenschild".

 

Dank Brutblöcke-Bau Arbeitserziehung mit Naturschutz kombiniert

In einem ganz besonderen Projekt haben die Schüler der Berufschulstufe der Paulinenpflege Winnenden in einer dreiwöchigen Projektarbeit Wildbienenblöcke mit Spechtschutz gefertigt und erfuhren dabei auch noch ganz nebenbei etwas über Naturschutz. Zunächst konnte in einem Sägewerk günstig Schnittholz aus Fichte und Kiefer erworben werden, weil es von mit Metallsplittern verseuchten Baumstämmen stammte. Nach einer Trockenzeit konnten die geistig behinderten Schüler an den Maschinen helfen, als die Klötze an der Kreissäge zugeschnitten und an der Hobelmaschine gehobelt wurden. Beim Kanten rund fräsen und den Falz fräsen, in den die Leisten für den Spechtschutzdraht montiert werden sollten, konnten die Jugendlichen dann unter Aufsicht selbst Hand anlegen. Nun war Geduld gefragt, denn es begannen die langwierigen Kleinarbeiten wie Bohrlöcher anzeichnen, wofür sie Lochschablonen zuhilfe nahmen, das Abrunden der Kanten der Spechtschutzleisten sowie das Bohren der Schraubenlöcher hierfür.

Besonders viel Konzentration und Ausdauer brauchten die Jugendlichen, um tausende Brutlöcher an zwei Ständerbohrmaschinen in den Block zu bohren, die alle möglichst genau am angezeichneten Platz sein sollten. „Die Mühe hat sich gelohnt, denn es konnten insgesamt 130 Brutblöcke mit je 120 Bohrungen gefertigt werden“, sagt Schreiner und Projektleiter Gerhard Haller. Die Spechtschutzleisten wurden angeleimt und geschraubt, so dass der verzinkte Schutzdraht angetackert werden konnte. Zum Schluss wurde auf der Rückseite eine Anleitung angekleistert, die die Handhabung und Wirkweise erklären soll.

Die Brutblöcke sind Vermehrungshilfen für die Mauerbiene (Osmia biscornis), die eine immer wichtigere Rolle bei der Befruchtung in der Natur spielt. Die einzeln lebenden Biene legt mehrere Eier in das Bohrloch, trägt Blütenpollen als Larvennahrung hinein und verschließt dann das Loch mit einem Holzbrei. Die Mauerbiene ist im zeitigen Frühjahr aktiv, dann nagen sich die jungen Bienen aus dem Bohrloch und fliegen aus. Mauerbienen sind sehr friedlich, sie stechen nicht. Weil der Specht die Brutbohrungen öffnen und die Brut fressen würde, ist ein Spechtschutzdraht nötig. Wer solche Brutblöcke an geschützten, naturnahen Wänden, die nach Süden liegen, am Gartenhaus oder an der Garage anbringt, leistet eine wichtige Hilfe für die Wildbienen.

Diese Wildbienenbrutblöcke gibt es in drei verschiedenen Größen: 30 x 29 cm mit 156 Bohrungen für 6 Euro, 30 x 22,5 cm mit 120 Bohrungen für 5 Euro und 30 x 16,5 cm mit 84 Bohrungen für 4 Euro zu kaufen.

Man bekommt sie im Schulgebäude BVJ/BST der Paulinenpflege Winnenden in der Ringstraße 102 im ersten Stock bei Herrn Haller, Tel. 07195/ 695 4423 oder eMail: gerhard.haller@paulinenpflege.de Außerdem können die Brutblöcke in dieser Woche am 4.3. sowie am 6.3. auf dem Winnender Wochenmarkt erworben werden.

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