| Aktuelles aus der Berufsschulstufe |
| It’s tea time – die Queen zu Gast im Klassenzimmer
Mehrfachbehinderte Jugendliche in der Paulinenpflege Winnenden lernen Englisch
Die erste Einheit des etwas anderen Englisch-Unterrichts begann mit dem Zubereiten von „English Breakfast“ – auf dem typisch englischen Speiseplan standen u.a. Sausages (Würstchen), Bacon (Schweinespeck), Mushrooms (Pilze) und Baked Beans (gebackene Bohnen). Hier wurden nicht nur Frühstücks-Vokabeln gelernt, sondern auch die ersten Kommunikationsversuche unternommen. So gab es eine Runde, bei der sich jeder Schüler auf Englisch vorstellen durfte. In den nächsten Wochen stand auch Landeskunde auf dem Programm: Welche Sehenswürdigkeiten hat London? Der „Big Ben“ führte die Schüler dann zum Erlernen der Uhrzeit und der Zahlen bis zwölf auf Englisch. Lehrerin Martina Fuhrich-Trostel, die das Englisch-Projekt initiiert und durchgeführt hat, ist vom Lerneifer ihrer Schüler begeistert: „Es ist unglaublich, wie schnell unsere Jugendlichen die Uhrzeit auf Englisch begriffen haben. Viele können diese nicht einmal in ihrer Muttersprache.“ Ein weiterer Höhepunkt war der Vormittag „We visit the Queen“. Hier wurde nicht nur eine echte englische „Teatime“ mit feinem Teeservice, Scones und gutem Benehmen vorbereitet – an diesem Vormittag saß die Queen höchstpersönlich im Klassenzimmer. Queen Elisabeth II. wurde per Beamer ans Kopfende der Tee-Tafel „gesetzt“. Martina Fuhrich-Trostel ist beeindruckt vom Engagement der Projektteilnehmer: „Unsere Schüler haben erstaunlich lange das am Hof übliche gute Benehmen durchgehalten. Natürlich kamen auch Fragen nach dem Schicksal von Diana auf und ob Harry verheiratet ist, dadurch wurden ganz neue Vokabeln erfragt, die ich eigentlich gar nicht vorgesehen hatte“. Aber nicht nur virtuell war ein echter englischer VIP dabei, von Anfang an gehörte auch FSJ-Praktikantin Julia Munz zum Projekt-Team. Diese war mehrere Jahre in England in der Schule und nicht nur ihre Schul-Uniform überzeugte die Schüler, dass es sich hier um eine Fast-Engländerin handelte. Durch die Praktikantin konnte noch mehr das Gefühl für die andere Kultur, den Slang und den Lebensstil vermittelt werden. Obwohl die Hörschädigung der Schüler die Aufnahme von Sprache enorm erschwert, war davon beim Projekt-Unterricht wenig zu merken. Auch die oft schwierige Artikulation wurde von vielen Schülern fleißig geübt.
Die hohe Motivation führt Abteilungsleiterin Eva Rustemeier auf die Umsetzung
des Projekts zurück: „Der Englisch-Projektunterricht war didaktisch sehr
geschickt aufgebaut. Vom Big Ben auf die Uhrzeit oder durch die Königsfamilie
auf die eigene Familie zu kommen, hat die Schüler richtig mitgerissen.
Damit wurden Landeskunde, Kultur und Allgemeinbildung mit dem Erlernen
einer Sprache gekoppelt. Ein weiterer Vorteil ist es auch, dass es für
unsere Jugendlichen einen hohen Wert hat, englisch sprechen zu können.
Erstaunt waren die Schüler auch, wie viele englische Begriffe sie bereits
in ihrer Sprache verwenden, ohne es zu wissen.“ Abteilungsleiterin Eva Rustemeier freut sich aber nicht nur über das Lernergebnis ihrer Schüler: „Das Projekt hat das Selbstvertrauen unserer Jugendlichen gestärkt. Zudem wurde das Interesse geweckt, Bildungsangebote freiwillig und nicht aus Zwang wahrzunehmen oder sogar einzufordern. Das ist eines der Ziele in der Berufsschulstufen-Zeit, die aufs Erwachsensein vorbereiten soll“. Nach fünf Vormittagen war leider Schluss und eigentlich sollte die fünfte Einheit ein lockerer Ausklang mit Wiederholung der bisher gelernten Vokabeln und dem Brettspiel „Scotland Yard“ werden. Dieser Vorschlag wurde von den Schülern allerdings abgelehnt. „Wir wollen noch mehr Vokabeln lernen!“, lautete die Forderung der Projektteilnehmer. Ein besseres Zeugnis kann man einer Lehrkraft sicher nicht ausstellen und so beugte sich Lehrerin Fuhrich-Trostel gerne dem Wunsch der Jugendlichen. Matthias Knödler für die Zeitschrift "hörgeschädigte kinder - erwachsene
hörgeschädigte" - www.deutsche-gesellschaft.de |
Projekte Mittwochs werden unsere Klassen in Projektgruppen aufgelöst.
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Außenpraktikum
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Bald ist wieder Jahresfest Unsere Produktpalette ist breit gestreut. Wir verkaufen, was übers Jahr in den Werkgruppen produziert wird. Z.B. Obstkisten, Kindermöbel, Vogelbrutkästen, Futterhäuschen, Lavendelsäckchen, Einkaufstaschen, Schmuck, Tonstehlen und Tonwaren, Windspiel Vogelscheuche, Holz-Deko-Artikel und vieles mehr… |
Vernissage 19. Mai 2010 Björn Heim stellt seine Werke im Verwaltungsgebäude Heinrich-Bässler-Haus aus. Es findet eine Vernissage mit geladenen Gästen statt, danach ein Rundgang bei dem Björn seine Werke erklärt. |
Ausflug zur Experimenta nach Heilbronn
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Besuch der Lindenparkschule in Heilbronn
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Schullandheim Oberotterbach 2009 Wandern, Burgbesichtigungen, Selber kochen und grillen, Wildpark uvm. |
Werkstufe heißt jetzt Berufsschulstufe
Ein Bestandteil des neuen Bildungsplans ist die Namensänderung der Bildungszüge. Was seither Unterstufe, Mittelstufe, Oberstufe und Werkstufe war, heißt nun Grundstufe, Hauptstufe und Berufsschulstufe. Auf dem Foto präsentieren Schülervertreter/innen in Begleitung der Abteilungsleiterin Eva Rustemeier stolz ihr neues „Firmenschild".
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| Dank Brutblöcke-Bau Arbeitserziehung mit Naturschutz
kombiniert In einem ganz besonderen Projekt haben die Schüler der Berufschulstufe der Paulinenpflege Winnenden in einer dreiwöchigen Projektarbeit Wildbienenblöcke mit Spechtschutz gefertigt und erfuhren dabei auch noch ganz nebenbei etwas über Naturschutz. Zunächst konnte in einem Sägewerk günstig Schnittholz aus Fichte und Kiefer erworben werden, weil es von mit Metallsplittern verseuchten Baumstämmen stammte. Nach einer Trockenzeit konnten die geistig behinderten Schüler an den Maschinen helfen, als die Klötze an der Kreissäge zugeschnitten und an der Hobelmaschine gehobelt wurden. Beim Kanten rund fräsen und den Falz fräsen, in den die Leisten für den Spechtschutzdraht montiert werden sollten, konnten die Jugendlichen dann unter Aufsicht selbst Hand anlegen. Nun war Geduld gefragt, denn es begannen die langwierigen Kleinarbeiten wie Bohrlöcher anzeichnen, wofür sie Lochschablonen zuhilfe nahmen, das Abrunden der Kanten der Spechtschutzleisten sowie das Bohren der Schraubenlöcher hierfür.
Die Brutblöcke sind Vermehrungshilfen für die Mauerbiene (Osmia biscornis), die eine immer wichtigere Rolle bei der Befruchtung in der Natur spielt. Die einzeln lebenden Biene legt mehrere Eier in das Bohrloch, trägt Blütenpollen als Larvennahrung hinein und verschließt dann das Loch mit einem Holzbrei. Die Mauerbiene ist im zeitigen Frühjahr aktiv, dann nagen sich die jungen Bienen aus dem Bohrloch und fliegen aus. Mauerbienen sind sehr friedlich, sie stechen nicht. Weil der Specht die Brutbohrungen öffnen und die Brut fressen würde, ist ein Spechtschutzdraht nötig. Wer solche Brutblöcke an geschützten, naturnahen Wänden, die nach Süden liegen, am Gartenhaus oder an der Garage anbringt, leistet eine wichtige Hilfe für die Wildbienen. Diese Wildbienenbrutblöcke gibt es in drei verschiedenen Größen: 30 x 29 cm mit 156 Bohrungen für 6 Euro, 30 x 22,5 cm mit 120 Bohrungen für 5 Euro und 30 x 16,5 cm mit 84 Bohrungen für 4 Euro zu kaufen. Man bekommt sie im Schulgebäude BVJ/BST der Paulinenpflege
Winnenden in der Ringstraße 102 im ersten Stock bei Herrn Haller,
Tel. 07195/ 695 4423 oder eMail: gerhard.haller@paulinenpflege.de
Außerdem können die Brutblöcke in
dieser Woche am 4.3. sowie am 6.3. auf dem Winnender Wochenmarkt erworben
werden. |