| Was ist anders für Eltern |
| Die berufliche
Eingliederung behinderter junger Menschen bringt Entscheidungen mit sich,
die mit großer Verantwortung getroffen werden müssen.
Berufswahl und Berufsausbildung stellen gerade hör- oder sprachbehinderte Jugendliche vor ungleich höhere Anforderungen, als das auf ihrem Lebensweg bisher der Fall war. Durch eine
Hörschädigung ist das Sprechen, das Sprachverständnis und
die Sprachproduktion im Regelfalle eingeengt. Die begrenzte sprachliche
und schriftliche Kommunikationsfähigkeit beeinflusst die geistige,
seelische und soziale Entwicklung. Hörgeschädigte Jugendliche
sind oft nicht in der Lage, die Umwelt in gleicher Weise wie hörende
Jugendliche zu erfassen. Ihr Denken bleibt vielfach im Konkreten und Anschaulichen
verhaftet, ihr Wissen weist zahlreiche Lücken auf. Die Beziehungen
zu anderen Menschen sind durch die mangelnde Kommunikationsfähigkeit
beeinträchtigt und die sozialen Erfahrungen dadurch reduziert. Sprachbehinderte
Jugendliche sind ebenfalls in ihrer Kommunikationsfähigkeit mehr
oder minder eingeschränkt. Diese Hilfe und Unterstützung erhalten sie im Berufsbildungswerk Winnenden.
stellt es
eine gute Alternative zur betrieblichen Ausbildung dar. Das Berufsbildungswerk
bietet eine sehr breite Palette von individuellen Ausbildungs- und
Fördermöglichkeiten:
Für sehr begabte Jugendliche, die die Ausbildung auf dem Niveau des
Realschulabschlusses oder eines Hauptschulabschlusses beginnen. Für
Jugendliche, die den Hauptschulabschluß nicht bestanden haben. Für
Jugendliche mit einer zusätzlichen Lernbehinderung. Und für
Jugendliche mit schweren mehrfachen Behinderungen, auch als Vorbereitung
auf einen Arbeitsplatz in einer Werkstatt für Behinderte. Die verschiedenen
Maßnahmen finden jeweils in getrennten Ausbildungsstätten
an verschiedenen Standorten statt. |