Leistungsbeschreibung Heimsonderschule
Abteilung
Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB)
(1-jährige Sonderberufsfachschule)
für
hör- und sprachbehinderte Jugendliche
Inhaltsverzeichnis
1 Träger 3
2 Heimsonderschule_ 3
2.1 Status 3
2.2 Abteilungen 3
3 Zielgruppe des BVJ 4
4 Ziele des BVJ 4
4.1 Allgemein 4
4.2 Schule 4
4.3 Internat 4
5 Leistungen allgemein_ 5
5.1 Schule 5
5.2 Internat 5
5.3 Sozialdienst 5
5.4 Psychologischer Dienst 5
5.5 Gebärdensprach-Dolmetschen 5
5.6 Physiotherapie 5
5.7 Berufsberatung 5
5.8 Medienabteilung 6
6 Methoden / Ressourcen_ 6
6.1 Personal 6
6.1.1 Schule 6
6.1.2 Internat 6
6.2 Klassen / Gruppen 7
6.2.1 Schule 7
6.2.2 Internat 7
6.3 Zeit 7
6.3.1 Schule 7
6.3.2 Internat 7
6.4 Unterrichts- und Betreuungsangebote 7
6.4.1 Schule 7
6.4.2 Internat 8
6.5 Methoden 8
6.5.1 Schule 8
6.5.2 Internat 9
6.6 Räumliche Ausstattung 9
6.6.1 Schule 9
6.6.2 Internat: Wohngruppen 9
6.6.3 Allgemeine Räume 9
Paulinenpflege Winnenden e.V.
Forststr.4
71364 Winnenden
Die Paulinenpflege Winnenden ist eine evangelische Einrichtung der Jugend- und Behindertenhilfe. Die Paulinenpflege ist Mitglied des Diakonischen Werkes und des Evang. Schulwerks in Württemberg.
Sie ist Träger eines Berufsbildungswerks und Schulen für hör- und sprachbehinderte Jugendliche, der Behindertenhilfe mit Wohnangeboten und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sowie eines Jugendhilfeverbundes als Jugendhilfeeinrichtung mit angeschlossener Schule für Erziehungshilfe.
Private Heimsonderschule für Hörgeschädigte und Sprachbehinderte gem. § 101 SchG (Schulgesetz Baden-Württemberg).
Schule und Internat bilden eine Pädagogische Einheit. Es werden Schüler/innen aufgenommen, bei denen der individuelle Förderbedarf auf Grund der Behinderung eine Intensivförderung erforderlich macht oder keine entsprechende schulische Förderung vor Ort vorhanden ist.
Die Finanzierung erfolgt durch das Kultusministerium und die örtlichen Sozialhilfeträger gem. § 54 Leistungen der Eingliederungshilfe SGB XII oder § 35a KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz).
- Berufsfachschule (2-jährig und 3-jährig zur Fachschulreife führend) in gewerblich-technischer
Fachrichtung (Metall- oder Elektrotechnik) und hauswirtschaftlich-pflegerischer
Fachrichtung
- Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB)
- Werkstufe für mehrfach Behinderte (Bildungsgang G)
- Internat
- Stabstelle-Sozialdienst
Jugendliche und junge Erwachsene mit erhöhtem Bedarf an kommunikativer Förderung als
- Abgänger der Sonderschulen für Hörgeschädigte bzw. für Sprachbehinderte
- IntegrationsschülerInnen mit Hör-/Sprachbehinderung als Abgänger der Regelschulen
- Migranten mit Hör-/Sprachbehinderung und unvollständiger schulischer Förderung
- Mehrfach behinderte Jugendliche und junge Erwachsene (Hör-/Sprachbehinderung und zusätzliche Beeinträchtigung der geistigen und/oder körperlichen Entwicklung)
- Grenzgänger zu den oben beschriebenen Zielgruppen, für die keine adäquate Förderalternative gefunden werden kann.
- Wertevermittlung auf dem Hintergrund eines christlichen Menschenbildes, z.B. Toleranz, Respekt, Nächstenliebe und Umweltbewusstsein.
- Verbesserung des Bildungsstandards zur Erhöhung der Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben.
- Berufsorientierung, Entwicklung von Berufsreife und Selbstständigkeit, um in einen den individuellen Möglichkeiten entsprechenden beruflichen Bildungsgang eingegliedert werden zu können. Erlangung eines dem Hauptschulabschluss gleichgestellten Bildungsabschlusses
- Begleitung und Vermittlung in eine geeignete Anschlussmaßnahme der Beruflichen Bildung, bzw. ein Arbeitsverhältnis
Entwicklung und Förderung von
- Sozialkompetenz
- Selbstständigkeit
- Selbstbewusstsein
- Persönlichkeitsreife
entsprechend dem individuellen Entwicklungsbedarf zur Erreichung des gewählten Bildungszieles.
- Ganztagesschule ohne Unterrichtsausfall
- Unterricht in kleinen Klassen
- sonderpädagogische Zusatzförderung als Einzelbetreuung (Artikulation, Hörtraining, Stützunterricht)
- Interessen-AGs
- Außerunterrichtliche Aktivitäten (z.B. Schullandheim, Andachten, Schüleraustausch)
- vollstationäre Unterbringung
- teilstationäre Betreuung für Tagespendler der Schule
- Förderung und Betreuung in differenzierten Wohneinheiten
- individuelle Freizeitangebote
- Betreuung und Beratung der Schüler/innen und deren Eltern bezüglich Kostenklärung, Fahrtkosten
- Krisenintervention
- Berufsberatung
- Beratung und Begleitung von Mitarbeitern
- Beratung und Unterstützung im Bedarfsfall
- Einsatz bei Bedarf und bei Großveranstaltungen
- bei Bedarf und auf ärztliche Verordnung
- durch die Bundesagentur für Arbeit im Hause
- Produktion behinderungsspezifischer Lehr/-Lernmedien für die berufliche und soziale Rehabilitation
- Bereitstellung von medientechnischem Equipment
- Archivierung, Katalogisierung und Bereitstellung von Medien
- Beratung und Fortbildung von Kolleginnen und Kollegen im Bereich der Lehr/ Lernmedien
Für alle Mitarbeiter besteht die Pflicht zur Teilnahme an Grund- und Aufbaukurs DGS (Deutsche Gebärdensprache) und entsprechend weiterführenden und/oder Auffrischungskursen. Ebenso werden mit allen Mitarbeitern Personalentwicklungsgespräche durchgeführt sowie interne und externe Fort- und Weiterbildungsangebote bereitgestellt.
Diakonische Helferinnen (FSJ) und Zivildienstleistende unterstützen die Mitarbeiter.
Alle Mitarbeiter fühlen sich dem christlichen Menschenbild verpflichtet und dem entsprechenden Wertesystem.
Lehrkräfte im VAB sind:
- Sonderpädagogen
- Berufspädagogen
- Grund- und Hautschullehrer
- Realschullehrer
- Gymnasiallehrer
- Technische Lehrer
- Sport- und Gymnastiklehrer
Alle Lehrkräfte verfügen über die zum Unterricht mit hör- und sprachbehinderten Schülern notwendigen Kommunikationsformen (Gebärden, vereinfachte Sprache).
Die Mitarbeiter im Internat sind pädagogische Fachkräfte, wie:
- Sozialpädagogen und/oder Sozialarbeiter
- Jugend- und Heimerzieher
- Erzieher
- Heilpädagogen
- Heilerziehungspfleger
- Auszubildende in o.g. päd. Berufen
Die Arbeit in kleinen Lerngruppen (max. 8 Schüler) fördert die Lernerfolge und die Persönlichkeitsentwicklung. Bei der Klassenbildung erfolgt grundsätzlich eine Differenzierung nach Art der Sinnesbehinderung, schulischem Wissenstandes und beruflichem Interesse.
- Wohnen in zentralem Internatsgebäude mit 7 Gruppen und in 3 Wohnhäusern für 4 Außenwohngruppen
- Wohngruppen ausgelegt für 6 – 10 Jugendliche
- Die Gruppenaufteilung erfolgt nach päd. Kriterien und behinderungsspezifischen Belangen. Wünsche aus dem Vorstellungsgespräch werden soweit als möglich berücksichtigt.
Die Ferien- und Schulzeiten entsprechen größtenteils denen der öffentlichen Schulen in Baden-Württemberg.
- 1-jährige Maßnahme mit Wiederholungsmöglichkeit bei Nichtbestehen der Abschlussprüfung.
- Die wöchentliche Unterrichtszeit beträgt 35 Stunden; davon 50% im fachpraktischen Bereich
· die Öffnungszeit im Internat richtet sich nach den Unterrichtszeiten der Schule.
· Anreisetag ist der Vorabend des ersten Unterrichtstages ( i. d. Regel sonntags); die Abreise erfolgt am letzten Unterrichtstag einer Schulwoche ( i. d. Regel freitags)
· vollstationäre Unterbringung mit der Wahlmöglichkeit für die Gruppen zwischen Voll- und teilweiser Selbstversorgung
· teilstationäre Betreuung mit Verpflegung für Tagespendler der Schulen
Vor der Aufnahme findet eine schulische Leistungsdiagnose und eine individuelle Elternberatung statt.
- Theorieunterricht:
Religion, Deutsch, Gemeinschafts-/Wirtschaftskunde, Mathematik ,Technologie, Computeranwendungen, Fachzeichnen, Sport.
- Fachpraktischer Unterricht:
Metalltechnik, Holztechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung, Gartenbau, Textiltechnik, Nahrung und Hauswirtschaft.
Nach einer ca. 10-wöchigen Orientierungsphase in verschiedenen Berufsfeldern erfolgt die weitere Förderung in Fach- und Berufsfeld übergreifenden Klassen
Im Internat werden Jugendliche über Tag und Nacht von pädagogischen Fachkräften betreut. Hierbei finden diese einen speziellen Lebensraum, in dem auf ihre jeweiligen entwicklungs- und behinderungsbedingten Bedürfnisse professionell eingegangen werden kann, um Selbstvertrauen und ein positives Selbstwertgefühl zu entwickeln. Dies wird durch die Selbsterfahrung in einer Peergroup gefördert. Dabei besteht die Möglichkeit Freunde zu finden , Auseinandersetzungen mit Gleichaltrigen zu führen und Problemlösungsmöglichkeiten einzuüben.
Im Besonderen wird ein vielschichtiges Übungsfeld zur Kommunikation geboten.
Das Internat ist ein Trainingsbereich für lebenspraktische Fähigkeiten. Indem die Wohngruppe ihr Zusammenleben selbst organisiert, üben und vertiefen die Jugendlichen in echten Alltagssituationen des Internats Aufgaben der Haushaltsführung, die Gestaltung der Wohnwelt und die Gestaltungsmöglichkeiten der Freizeit. Die Jugendlichen werden beim Erschließen der sie umgebenden Welt unterstützt, indem sie z.B. an den Besuch kultureller Veranstaltungen, den Umgang mit Behörden und Institutionen und die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel herangeführt werden.
Die Eltern werden bei der Erziehung und Betreuung ihres Kindes durch das Internat entlastet, begleitet und beraten und erhalten dadurch neue Freiräume und Handlungsmöglichkeiten.
- Ausdifferenzierter Unterricht bezüglich der Behinderungsart und des schulischen Leistungsstandes
- Unterrichtsimmanente Sprach- und Artikulationstherapie
- Visualisierung des Lernstoffes durch selbst entwickelte, multimediale Lernprogramme
- Projektbezogenes Lernen und Präsentationstechniken
- Förderung der Sozialkompetenzen durch Teamarbeit
- Regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Schülern dokumentieren den Entwicklungsfortschritt
- Stützunterricht in Einzel- und Gruppenform
- Förderunterricht in Deutsch als Fremdsprache (DaF)
- Kurse zur Erlangung eines dem Hauptschulabschluss gleichgestellten Bildungsstandes
- Vermittlung und Betreuung von Berufspraktika innerhalb und außerhalb des BBW
- Die Kommunikationsformen im Unterricht orientieren sich an den Bedürfnissen der Schüler, bzw. an deren individuellen Behinderungsprofilen. (Angebot von lautsprachlich orientiertem Unterricht über lautsprachbegleitenden Gebärdeneinsatz bis hin zu einzelnen Segmenten in Deutscher Gebärdensprache)
- Regelmäßige Gruppenbesprechungen über Belange des Zusammenlebens in der Gruppe
- Regelmäßige Einzelgespräche mit Jugendlichen
- Regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Jugendlichen zur Dokumentation des Entwicklungsfortschritts
- Differenzierte Freizeitangebote und Hilfestellung sowie Beratung bei der individuellen Freizeitgestaltung
- Durchführung außerschulischer Freizeitmaßnahmen
- Dauerhaft angebotene Arbeitsgemeinschaften
- Unterstützung in der Bewältigung des Alltages durch klare und verlässliche Gruppen- und Internatsregeln
- Förderung der Sozialkompetenz und Selbständigkeit durch die regelmäßige Übernahme von Gemeinschaftsaufgaben
- Förderung der Kompetenz im Umgang mit Behörden und sonstigen Institutionen durch Anleitung und Unterstützung bei der selbständigen Aufgabenbewältigung
- WENDO-Selbstbehauptungskurse für Mädchen
- Elterngespräche und Elternberatung nach Bedarf
- Kooperation mit der Gehörlosenpsychiatrie der Klinik in Erlangen und dem Zentrum für Psychiatrie in Winnenden nach Bedarf
- Klassenzimmer sind mehrheitlich mit Nahbeschallungs-Freifeldsystemen zur Störschallentfernung ausgerüstet.
- Alle Klassenzimmer sind mit mindestens 2 internetfähigen Rechnern ausgestattet.
- Die Werkstatträume in Metalltechnik, Holztechnik, Farbtechnik und Raumgestaltung, Textiltechnik, Nahrung und Hauswirtschaft sowie im Gartenbau entsprechen dem Standard einer beruflichen Grundausbildung.
- Der Computerraum entspricht einem hohen IT-Standard. (Laptops, Internetzugang, Smartboard mit Beamer).
- Sporthallenmitbenutzung
- Gruppen sind ausgelegt für 6-10 Jugendliche
- Unterbringung in Doppelzimmer
- Gruppenküche, Wohnzimmer, Esszimmer
- Dienstzimmer mit Übernachtungsmöglichkeit für päd. Mitarbeiter.
- Freizeiträume mit Discoausstattung, Billard, Tischfußball, Flipper und Videospielen
- Kraftraum mit professionellen Kraftmaschinen
- Schwarzlichttheater
- Fotolabor
- Internetcafé
- Töpferwerkstatt
- Gymnastikhalle für Pantomimetheater, Tischtennis, Bewegungstherapie u.a. (zur Mitbenutzung)
- Kegelbahn (zur Mitbenutzung)
- Volleyball- und Streetballfeld
- Grillplatz
- Große Turnhalle mit Handballfeld (zur Mitbenutzung)
- Angemieteter Rasensportplatz (zur Mitbenutzung)

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