| Aktuelles aus dem VAB |
In den Sommerferien durften wir unser neues Schulgebäude beziehen und seit unserer Einweihungsfeier am 29.09.2011 haben wir auch einen neuen Schulnamen! Sie erreichen uns ab sofort:
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| Spatenstich für das neue Schulgebäude
der Paulinenpflege
„Graben sie bitte nicht so tief“, ermahnte Hauptgeschäftsführer Thomas Weinmann scherzhaft alle diejenigen, die mit einem Spaten in der Hand auf der Wiese unterhalb des Berufsbildungswerkes der Paulinenpflege bereit standen. Denn: „Unter dieser Wiese laufen die Fernwärmeleitungen durch“. Tatsächlich aber ist der Standort für die geplante Heimsonderschule an der Forststraße unterhalb des Internates des Berufsbildungswerkes optimal gewählt. In diesem Neubau werden die jetzt noch getrennten Schulabteilungen der Paulinenpflege in einem Areal vereinigt werden. Mit dem Spatenstich am Donnerstagvormittag startet offiziell der Bau des neuen Schulhauses. In eineinhalb Jahren soll das Gebäude mit Schulräumen und Werkstätten mit ingesamt 5000 Quadratmetern Nutzfläche vollendet sein.
Vor allem Jugendliche mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen besuchen die Schulen der Paulinenpflege. Die Schulabteilungen der Paulinenpflege liegen bis jetzt auseinander gerissen einerseits im Stadtbereich Ringstraße sowie andererseits auf dem Gelände am Schelmenholz. Das Schulgebäude für das Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf (VAB) nahe der Ringstraße entspricht von seiner Bausubstanz weder den Anforderungen für den Schulbetrieb noch den feuerpolizeilichen Vorschriften. Die Berufsfachschule (BFS) am Schelmenholz wiederum ist teilweise sogar im „Containerdorf“ untergebracht. In den „Container-Schulräumen“ gäbe es, so Thomas Weinmann, „alles, was für ein Provisorium typisch ist, nämlich eine schlechte Belüftung, eine schlechte Akustik und eine schlechte Heizung“. Mit einem Architektenwettbewerb wurden Ideen für ein neues, gemeinsames Schulgebäude gesucht. Das Entscheidungsgremium wählte aus den 24 anonym eingereichten Entwürfen einstimmig den Plan des Architekturbüros Marohn. „Wir haben die Topographie ausgenutzt“, so Architekt Gustav Marohn in seiner Ansprache vor dem Spatenstich, „mit dem Rückbau der Forststraße wird eine fußgängerfreundliche Fläche zwischen dem neuen Schulgebäude und der Mensa entstehen. Die Zufahrt zu den Werkstätten auf der anderen Seite des Gebäudes wird vom neuen Kreisverkehr aus erfolgen.“ Oberbürgermeister Bernhard Fritz versprach, dass bis zur Fertigstellung des Gebäudes im September 2011 auch die neue Straßen vollendet sein werde. Etwa 21.000 Kubikmeter umbauter Raum wird das neue Gebäude umfassen. Von der Bausumme in Höhe von 10,8 Millionen Euro wird das Kultusministerium etwa 3,8 Millionen übernehmen. Dazu Thomas Weinmann: „7 Millionen muss die Paulinenpflege selbst aufbringen, und dafür sind wir natürlich auch auf Spenden angewiesen.“ Dieses Geld sei sehr sinnvoll verwendet, betonte die Direktorin der Heimsonderschule Beate Löffler. Das geplante Schulhaus sei ein „zukunftsorientiertes Gebäude“. Sehr erfreulich sei vor allem, so die Direktorin, „dass die Paulinenpflege in Bildung investiert.“ |
| Imposantes Werkstück im Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf
der Paulinenpflege fertiggestellt Kickern im XXL-Format mit Flutlichtanlage
Von der Idee bis zum fertigen Produkt und zum Einweihungsturnier war es doch noch ein weiter Weg. Die Schüler lernten dabei von der Zeichnung, über die Materialplanung und Kostenkalkulation und Finanzierung den Ablauf des Produktionslaufes. Dazu kam, dass die Herstellung „berufsfeldübergreifend“ war. Lehrer Schwald stellte dabei fest: „Das ist wie im normalen Betrieb. Die Schüler mussten mit den anderen Klassen Holz, Farbe und Elektro über die Umsetzung ihrer Pläne diskutieren, über das Material der Teile und auch über den Preis verhandeln.“. Das machte das Lernen zu einer Erfahrung über den Schulalltag im Berufsvorbereitungsjahr hinaus. Dass dabei mit dem fertigen Werkstück „ein nutzbringendes Produkt“ herauskam, das funktioniert und Spass macht, war natürlich ein Erlebnis an sich. Die insgesamt 22 Schülerinnen und Schüler aus den Metall- , Holz- und Maler- Klassen sowie BFS (Berufsfachschule) gingen dabei hoch motiviert an die Arbeit. In nur vier Monaten war der Riesen-Tischkicker fertig und konnte im Einweihungsturnier seinen Zweck und seine Produktqualität beweisen. Das Kicker-Fest wurde ebenfalls selbst organisiert – vom Turnierplan bis zu den Getränken und der „Stadionwurst“ wurde alles geplant und perfekt umgesetzt. Hochdotierte „Preise“ sponserten die Firma Kärcher, die Volksbank und die Kreissparkasse sowie der VfB Stuttgart. So spielten denn 8 Mannschaften im ausgeklügelten System jeweils 10 Minuten. Im Finale fanden sich im „Heimspiel“ die Metaller gegen die Gärtner und gewannen mit 5:4. Die Finanzierung des Kickers selbst war durch die Landesstiftung Baden-Württemberg
gewährleistet. Die Stiftung gab für das Projekt X3 – XXL
Tischkicker aus Metall- und Holzkomponenten rund 1600 €. Damit konnte
die Fussballspieler, Kurbeln, Handgriffe und die imposante Fluchtlichtanlage
aus qualitativ hohen und sicheren Materialen hergestellt werden. |
| Roboter macht hör- und sprachbehinderte Schüler
fit für Ausbildung und Beruf Landessstiftung Baden-Württemberg fördert Paulinenpflege-Schulprojekt „EDUBOT“
Die Initialzündung für dieses außergewöhnliche Schülerprojekt war die Ausschreibung der Landesstiftung Baden-Württemberg „X2 – Fit für Ausbildung und Beruf“, bei der innovative Aktionen finanziell unterstützt werden, die das Selbstvertrauen, die Motivation und dadurch die Ausbildungsreife von BVJ-Schülern unterstützen. Schnell waren sich Technischer Lehrer Hartmut Schwald und Theorielehrer Thomas Geiger einig: „Endlich haben wir die Möglichkeit, die von uns selbst entwickelten Lernprogramme im Berufsfeld Metall in ansprechender Form zu präsentieren und mit den Fähigkeiten unserer behinderten Schüler zu repräsentieren. Da machen wir mit unserer Klasse mit!“ Gesagt, getan – es wurde gemeinsam mit acht Schülern ein Zeitplan erstellt, Fachbücher studiert, überlegt, skizziert und konstruiert; danach gesägt, geschnitten, gefeilt, geschweißt und das Grundgerüst des Roboters fertig gestellt. Die Lehrer staunten nicht schlecht, wie motiviert die Schüler an die im normalen Schulalltag nicht üblichen Aufgaben und Herausforderungen rangingen. Hartmut Schwald begeistert: „Unsere Schüler waren teilweise nicht wieder zu erkennen. Sie haben über ihre Unterrichtszeit hinaus am Roboter gearbeitet, aus innerem Antrieb in ihrer Freizeit nach immer besseren Lösungen gesucht und sind so zu einem echten Team zusammen gewachsen.“ Für Thomas Geiger war auch die Verzahnung zwischen Theorie und Praxis sehr spannend: „Durch dieses Projekt bilden Theorie und Praxis noch mehr als bisher eine Einheit. Was wir im Unterricht z.B. in den Fächern Fachzeichnen oder in Mathe erarbeitet haben, wurde dann sofort in der Praxis am Roboter umgesetzt. Somit haben unsere Schüler mit eigenen Augen den Sinn des oft verschmähten Theorieunterrichts unmittelbar erfahren können“. Und so ging es nach der Fertigstellung des Außenkörpers des Roboters an die Innereien – ein passender PC musste gefunden und bestellt werden. Auch hier waren die Schüler äußerst engagiert und haben die einzelnen Computer-Komponenten im Internet und Katalogen zusammengesucht, Preise und Rabattkonditionen verglichen und schließlich vom Fachhändler nach ihren Vorstellungen zusammen bauen lassen. Inzwischen ist alles von Kopf bis Fuß installiert und verstaut – der Roboter lebt und die Schüler sind mehr als stolz! Die Kosten in Höhe von 2500.- Euro wurden von der Landesstiftung
Baden-Württemberg vollständig übernommen, da der EDUBOT
von der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg aus für förderungswürdig
befunden wurde – die Voraussetzungen für „X2 –
Fit für Ausbildung und Beruf“ waren nach Ansicht der Juroren
voll und ganz erfüllt. Dazu BVJ-Abteilungsleiter Hans-Christoph Beutter:
„Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung
der Landesstiftung hatten wir die Möglichkeit ein größeres
Projekt unter nicht schulüblichen Bedingungen durch zu führen,
und so unseren Schülern die Notwendigkeit des Vorhandenseins der
von Handwerk und Industrie permanent geforderten Tugenden wie Teamfähigkeit,
Fach- und Sachkompetenz anschaulich vermittelt werden konnte.“ |
Zwei „Paulinenpflegler“ kicken bei
der Gehörlosen-Fußball-Weltmeisterschaft mit Ende Juni ist es soweit, dann macht sich die deutsche Gehörlosen-Nationalmannschaft der Fußballer auf den Weg zur Weltmeisterschaft in Griechenland. Den Kickern mit dem Bundesadler auf der Brust werden gute Chancen auf den Titel eingeräumt. Muhammed-Ali Sütcü und Florian Becker sind mit dabei. Muhammed-Ali Sütcü wurde von der "Gmünder Tagespost" interviewt.
Deutschland kann Weltmeister werden. Schließlich holte die Auswahl bei den „Deaf Olympics“ 2001 in Italien die Silber-Medaille, 2003 wurde die Mannschaft in Spanien Europameister. Zum weiteren Favoritenkreis bei dem Turnier zählen Frankreich, England, Irland und der Iran. Kürzlich holte sich der Kader auf der Sportschule Schöneck in Karlsruhe den letzten Schliff für das WM-Abenteuer bei den Hellenen. Zu den Neulingen in der deutschen Auswahl zählt Muhammed-Ali Sütcü aus Gmünd. Der Youngster tritt für die GSG Schwäbisch Gmünd gegen das runde Leder tritt. Ebenfalls aus Gmünd stammt Florian Becker, der jedoch für die GSG Stuttgart kickt. Das Gespräch mit Mittelfeldmann Sütcü wurde in Gebärdensprache gedolmetscht. Was ist bei der WM in Griechenland für ihre Mannschaft drin? Wie sehen Sie ihre eigene Rolle? Was zeichnet die Mannschaft denn aus? Wer ist ihr Lieblingsverein in der Bundesliga? |
| Winnenden goes Leipzig In der Zeit vom 05.05.08-09.05.08 waren im BVJ 6 Austauschsschüler und 2 Betreuer aus Winnenden zu Besuch in Leipzig. Dieses Jahr wurde der Fachbereich Gartenbau in Hartmannsdorf besucht. Als Projektarbeit fand ein Korbflechtkurs statt. Der dann selbst geflochtene
Korb sollte später mit Blumen bepflanzt werden und als Mitbringsel
dienen. Meine anfängliche Skepsis, nur männlichen Besuchern
das Korbflechten nahe zu bringen, verflog nach nur wenigen Minuten.
Neben der Projektarbeit im Gewächshaus in Hartmannsdorf, erwartete
die Austauschschüler noch ein buntes Freizeitprogramm.
Wir besuchten die Innenstadt und zahlreiche Eisläden(denn die Sonne schien so warm...). Um für Abkühlung zu sorgen und die Gäste vom Charme des „Klein-Venedig“ zu überzeugen, charterten wir kurzerhand ein Motorboot samt Kapitän und schipperten gemütlich über die Wasserstrassen Leipzigs. Ein wahrhaftig maritimer Genuss!! Am vorletzten Besuchstag unserer Gäste aus Winnenden starteten wir
hier, vom Deiwitzweg aus, die KULKI – Rallye. Schön war’s!! Nicole Dyba-Schulsozialarbeit BVJ im Berufsbildungswerk Leipzig |